WQF - World Quadrathlon Federation

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World Quadriathlon Organisation
Präsidium, Gremien, Präsident:
Für wohl einige Jahre bis 2008 bezeichnete sich Herr Vaclav Marek als "President" der "WQF".
Auf der "Vollversammlung" 2008 in Sedlcany, zu der Herr Marek in der Auschreibung zum hiesigen Quadrathlon einlud, waren lediglich der (damalige) Präsident Neusser sowie der Generalsekretär Teichert von der Delegation der deutschen Quadrathlon Allianz (QUAD) aus Deutschland angereist und folglich anwesend.
Entsprechend dem Vorgehen der "WQF", dass der President der "WQF" auf diesen Jahres-Versammlungen unter den anwesenden Teilnehmern bestimmt ("gewählt") wird, ist ab 2008 folglich Herr Joachim Neusser Präsident geworden.
Auf dem Treffen in Sedlcany in 2009 war Herr Vaclav Marek mit einigen Quadrathleten wieder anwesend und bezeichnet sich seitdem wieder als President.
Während Marek die "WQF" offensichtlich dauerhaft als Privat-Label verstehen will, ist es Neussers erklärtes Ziel gewesen, eine "Adminstrations-Gruppe" zur Gründung einer 'offiziellen' WQF einzuleiten. Mit dafür geeigneten Personen aus verschiedenen Ländern sollte eine entsprechende Struktur aufgebaut werden.
Der Aufbau einer ordnungsgemäßen Struktur und Verwaltung, Entwicklung von Statuten, Entwürfe für eine Ordnung zur Vergabe von Meisterschaften usw, wären notwendige Vorraussetzungen eines Weltverbandes gewesen, die diese Kommission auszuarbeiten hgehabt hätte.
Auf ein diesbezüglich Schreiben von Neusser an die Ländervertreter wurde indes nie reagiert:
Insofern steht der nicht-existenten, virtuellen "WQF" letzlich nicht mal ein "inoffizieller" Präsident oder Vorstand vor...
Kein Präsident eines Nicht-Verbandes.
Das ergibt durchaus einen tieferen Sinn!
Entwicklung und Wesen der "WQF":
Die WQF-Label als "IG (Interessensgruppe) " existiert etwas länger als das der die GQO.
Die WQF ist im Prinzip lediglich ein Label der Veranstalter des Quadrathlons in Sedlcany. Dort wird seit Jahren eine ("WQF"-) WM ausgetragen. Die Qualität dieses Quadrathlons ist, gemessen an den teilnehmenden Sportlern, durchaus Weltspitze. Aus diesem Grund können sich die Sieger auch berechtigt als "Weltmeister" fühlen, wenngleich diese nur inoffiziell sind. Die Sieger werden als solche (in der Distanz Kurz/Mittel) innerhalb der Sportlerszene anerkannt.
Kommentar QUADrathlon: Ein Weltmeister in einem Sport sollte stets der beste Sportler sein, nicht aber durch Verbandspolitik bestimmt sein. Es ist daher in der Tat aus sportlicher irrelevant, ob es einen Weltverband gibt oder nicht. Auch bei den Langdistanzen, die meist in Mehrjahresabständen einzig in Deutschland ausgetragen werden (Prenzlau, Senftenberg, Lubmin, Köln), finden sich stets die besten der Quadrathlen ein.
Dass Sedlcany stets die WM über die Kurz/Mittel-Distanz austrägt (und dies dadurch ein wichtiges Kriterium für viele Athleten sein dürfte dort zu starten), dürfte der wesentliche Grund dafür sein, dass es beim Veranstalter Marek keinerlei Ambitionen gibt, eine "echte", registrierte WQF (beziehungsweise eines sonstigen Weltverbandes) zu gründen:
Sedlcany müsste dann - mit internationalen Regelungen einer Satzung (Statuten, Bill, etc) - notgedrungen auch Wechsel der Veranstaltungsorte für Weltmeisterschaften akzeptieren.
Genau dieses Label einer WM möchte der Quadrathlon in Sedlcany aber - als beste Werbung
- nicht missen.
Historisch gesehen hätte sich allenfalls Ibiza als "lokal-fixer" Veranstalter für Langdistanz-Weltmeisterschaften im Quadathlon etablieren können (also ähnlich wie Hawaii bei den Triathleten, wobei auch der berühmte IRONMAN letzlich eine privat-wirtschaftliche Veranstaltung ist: Die WTC als Gesellschaft hinter dem Label IRONMAN ist so etwas wie der ITU konkurrierender Weltverband -, der aber aufgrund des Rennomee auch von der ITU mittlerweile als Ultradistanz-Weltmeisterschaft des Triathlon anerkannt wird).
Die "WQF" besteht also eigentlich aus einem Privatmann, dem Organisator des Quadathlons im tschechischen Sedlcany. Ferner hat die WQF auch einen sog. "Generalsekretär", der diverse "Fäden im "Hintergrund" zieht und anscheinend das britische Team leitet (die Briten sind, neben den Deutschen und Tschechen, die Dritte "Supermacht" des Quadrathlons und stellen häufig die besten Quadrathleten der Welt).
Besonders ungewöhnlich ist, dass die "WQF" auch das Label Europameisterschaften (EM) an ausländische Veranstalter vergibt und dafür "Lizenzen" verlangt.
Denn letzlich werden die "Lizenz"-Einnahmen ja nicht international verwaltet, verwendet und geprüft (!!!).
Vielmehr liegen die Gelder irgendwo (wo weiß man natürlich nicht, da niemand darüber Rechenschaft abgelegen muss).
Scheinbar werden auch Langdistanz-WM von der "WQF" vergeben, wobei es nur alle paar Jahre Langdistanz-WM im Quadrathlon gibt (2002: Prenzlau, 2004: Spremberg, 2006: Lubmin, 2010 Köln. Jeweils in Deutschland).
Aber auch die GQO bestimmt die Langdistanzen in Deutschland als WM.
QUADrathlon ist nicht bekannt, dass jemals in England irgendwelche internationalen Meisterschaften ausgetragen wurden, obwohl es einige Wettkämpfe auf der Insel gibt. Dies ist verwunderlich. Man kann man über die Motive spekulieren (auch QUADrathlon "spekuliert" Redaktions-intern).
In jedem Fall wäre es aber interessant, auch eine internationale, wenngleich "inoffizielle" Meisterschaft in dem Land zu sehen, dass zu den "Big Three" des Quadrathlon zählt. Gerade weil bisher schon einige Weltmeister (auch in den Age Groupers, also Masters) von den Briten gestellt wurden.
Weltmeisterschaft Mittel-Distanz 2010:
Quadrathlon Sedlcany - Distanzen 1,5-40-8-10
Ein Weltcup ?
Eine derzeitige Welt-Vereinigung "WQF" (wiederhohlend korrekter gesagt: Eine Gruppe bestehend eigentlich nur aus einem Tschechen und einem Engländer) spricht ferner einen "Weltcup" aus (dieser bestand beispielsweise 2008 aus 3 tschechischen, einem deutschen sowie einem Quadrathlon auf Ibiza).
Die Regeln und Punktevergabe des sog. Weltcups sind intransparent (wer bekommt nach welchen Kriterien wieviele Punkte?) und die Austragungs-Modalitäten der Wettkämpfe sind nicht streng an Ordnungen gebunden (etwa Windschattenverbot, feste Distanzen etc).
Die jeweiligen Veranstalter legen die sog. Sportregeln des "Verbandes" flexibel aus und legitimieren mitunter sogar im nachhinein Wettkampfregeln (siehe Berichte auf Quadrathlon-Online).
Zudem ist wegen der mitunter komplizierten Logistik für die weltweit sämtlich nicht-professionellen Quadrathleten (und damit u.a. den hohen Kosten für die jeweiligen Quadrathlonsportler) ein "Weltcup" aus sportlicher Sicht mehr als zweifelhaft:
Ein Weltcup ist sportlich bedeutungslos! Ein Weltcup-Sieger wird nicht "der konstant Beste eines Jahres", sondern eher derjenige, der am meisten Aufwand und Geld investiert.
Kommentar: Sie oben bei GQO
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Letzte Anmerkung zur WM Mittel-Distanz:
Kurioserweise findet die Weltmeisterschaft nach "WQF"-Version über die Kurz-(Mittel)-Distanz seit vielen Jahren unentwegt in der idyllischen Stadt Sedlcany in Tschechien statt - stattdessen es also wechselnde Veranstalter in den verschiedenen Ländern gäbe. Das "kuriose" klärt sich aber recht einfach auf, wenn man weiß, dass der "Präsident" (bis 2008 ?) des "tschechischen Weltverbandes" ("WQF"), auch der Veranstaltungsleiter des Quadriathlon/Quadrathlon über eben dieses Wettbewerbs in Sedlcany ist.
... Das ist also eine günstige Fügung; Ein Schelm, wer Übles dabei denkt ...
Ob Sedlcany jemals sog. Lizenzgebühren an sich selbst (="WQF") auslegen musste, ist indes nicht ermittelbar, da es selbstredend keine finanzielle Kontrolle oder sonstige Überprüfung gibt: Die "WQF" verfügt - wie die "GQO" auch - über keine Statuten, die etwa Finanzen, Wahlen von Gremien und Organe regeln.
Es ist aber seltsam genug, dass Herr Marek Lizenzen von anderen Veranstaltern (ausschließlich Deutschland) verlangt. Rein aus vereinrechtlich fiskalischer Hinsicht kann aber ein (deutscher) Veranstalter - sofern ein Verein oder eine sonstige analoge Gesellschaftsform - keine Gelder ohne Rechnungen oder Quittungen überweisen, schon gar nicht an Privatleute. Da es aber keine WQF gibt, die derartige Rechnungen ausstellen kann, kann es demzufolge auch keine Belegkultur geben. Ohne diese Belege würden aber die deutschen Veranstalter bei deren internen Revisionen, Mitgliedern und Finanzämtern erhebliche Probleme bekommen.