Köln stand als Veranstalter eines Quadrathlons schon früh in 2008 fest. Für den Gründungsvorstand der QUAD Neusser und Teichert waren die äußeren Rahmenbedingungen schon vom Blatt her sehr attraktiv: Ein etablierter Triathlon, der auf dem Gelände einer WM-Regattabahn stattfindet. Wie für den Quadrathlon geschaffen!
Und schon nach der ersten Kontaktaufnahme stand auch für den Veranstalter fest, dass es eine attraktive Ergänzung seines Programms werden würde. Das war es nunmehr auch.
Der Quadrathlon wurde im Rahmen des Sprint-Triathlons ausgetragen. Der Luxus eines separten Starts, der vor allem beim Schwimmen angehm ist, hatten die Quadrathleten damit nicht. In der zweiten Stratgruppe mit einigen Hundert Triathleten gab es dann das bekannte "Überleben im Piranhia-Becken", dass als Nebendisziplin nicht unerwähnt bleiben sollte.
Insgesamt mussten die Quadrathleten folgende Distanzen absolvieren: 700 m schwimmen, 24 km Radfahren, 4 km Kajaken und 5 km Laufen.
Da die Wetterprognose für das Wochenende verherend war, befürchten viele das Schlimmste. Aber es kam anders. Zwar herrschten keine Topbedingungen, aber der angekündigte Regen blieb aus und die Tempateraturen waren durchaus angenehm. Nur der Wind blies beim Radfahren anhaltend steif.
Das Schwimmen fand auf der Regattabahn als Wasserstart statt. Das Wasser war frisch und recht sauber. Geschwommen wurde eine Wendepunktstrecke mit insgesamt 700m.
Stefan Teichert setzte sich in diser Disziplin an die Spitze und wurde erster unter den Quadrathleten.

Das Radfahren war ein 12km Kurs, der 2x zu durchfahren war. Die Strecke war vollkommen flach, aber extrem windanfällig. Der Wind blies teilweise heftig von der Seite und erforderte gute Konzentration. Positiv war, dass man kaum Windschattenlutscher (also Betrüger) bemerkte, auch die Kampfrichter waren stets präsent. Allerdings gab es auch andere Stimmen, die von großen Pulks berichteten.
An der Spitze liegend wurde Teichert leider Opfer eines Fahrfehlers eines entgegen kommenden Triathleten. Dieser stürzte und riss den entgegenkommenden Teichert bei 45 km/h mit. Bedauerlich, weil das Rennen sicher ansonsten noch spannender verlaufen wäre. So kamen die direkten Verfolger Berg, Molnar, Busch, Roussavym und Katzer unverhofft an die Spitze des Quadrathlonfeldes.

Das Kajaken war eine Wendepunktstrecke auf der Regattabahn über 4 Kilometer, die trotz des Seitenwinds einfach zu paddeln war.
Berg und Molnar lieferten sich ein Kopf-an Kopf-Rennen an der Spitze.
Beim abschließenden Laufen konnte Thoralf Berg seine Stärke gegenüber Gergö Molnar ausspielen und gewann den Wettkampf am Ende noch ungefährdet mit über 20 Sekunden Vorsprung.
Dritter wurde der Tscheche Leos Rousavy vor Ulrich Katzer
(AUT) und Torben Benecke (GER)
Der Frauenwettbewerb fand leider ohne internationales Teilnehmerfeld statt. Die amtierende deutsche Meisterin Antje Fiebig gewann souverän vor Sarah Jung den Wettkampf. Drittplazierte wurde Silke Harenberg.
Der Quadrathlon wurde zudem als Europameisterschaft über die Sprintdistanz ausgeschrieben und gewertet. Als solche sind die jeweiligen Sieger auch inoffizielle Titelträger.
Text: Joachim Neusser
Bilder: Monika Schmelzer
